Letztes Wochenende war ich in Chicago. Bin leider auf Grund von Assignments nicht früher dazu gekommen darüber zu berichten. Was ich hier mit nachholen möchte.
Los ging's am Samstagmorgen mit dem Abholen des Wagens. Der Weg bis Chicago war kein Problem. Die Grenzkontrolle war diesmal auch relativ entspannt. Wir mussten nur ca. 30 min warten, bevor's zur ersten Kontrolle kam und dann noch mal 30min bevor wir unsere Einreisevisa bekommen konnten. Die Grenzbeamten waren diesmal sogar recht freundlich.
In Chicago hieß es erstmal das Arlington Hostel finden. Keiner von uns hatte die genaue Lage vorher recherchiert und da es ein bisschen außerhalb von Downtown lag, hatten wir keine Karte auf der die Strasse eingezeichnet war. Es hieß also Suchen und Leute fragen und auf Grund unserer Unfähigkeit unsere Position genau zu beschreiben und den ungenauen Angaben der Wegbeschreibungen, die wir erhalten haben, haben wir das Viertel fast komplett abgefahren. Das Viertel war sehr schön und von daher war es nicht so schlimm, dass wir ein bisschen gekreist sind. Aber schlussendlich haben wir es gefunden und es stellte sich als echter Glücksgriff heraus. Nah an Downtown, nicht zu teuer und wir konnten alle in einem Zimmer schlafen. Wir fanden auch schnell eine Parklücke in der Nähe des Hostel. Warum wir so schnell eine Parklücke fanden, wurde uns am Ende des Trips klar, aber dazu später mehr.
Nach elfeinhalb Stunden Fahrt waren wir trotz Zwischenstopp bei einer Fastfood-Kette (Der König;) ) hungrig und machten uns auf die Suche nach einem guten Restaurant. Da das Hostel in einem schönem Viertel lag, haben wir sehr schnell ein sehr gutes spanisches Restaurant ausfindig gemacht. Es gab Paella mit Seafood, verschiedenen Fleischsorten und als Vorspeise verschiedene Appetizer. Super lecker!!!
Am nächsten Morgen sind wir dann mit dem "El", die Straßenbahn Chicagos, die oberirdisch auf Stelzen fährt, nach Downtown gefahren. Natürlich haben wir mit dem El den kompletten Loop abgefahren. Mit dem Loop wird der Teil der Strecke bezeichnet, der eine Schleife durch Downtown macht. Man fährt teilweise keine fünf Meter an den Hochhäusern vorbei.
Anschließend sind wir gemütlich durch Downtown gewandert. Da das Wetter verregnet war, haben wir uns entschieden, in "The Art Institute of Chicago" zu gehen, was eine wirklich sehr gute Entscheidung war. Die Impressionist Collection hat mir persönlich am Besten gefallen. Ausgestellt waren Werke von Monet und vielen weiteren Künstlern. Aber die anderen Ausstellungen waren auch sehr schön. Da Kunst und Downtown erkunden hungrig machen sind wir anschließend in ein Restaurant gegangen. Als Vorspeise gab's eine Tagessuppe mit Tortellini gefüllt mit Spinat in Tomatensuppe. Der Hauptgang war aber das Beste: Chicago Style Pizza!! D.h. eine Pizza mit dünner Kruste und einem 3 bis 4 cm dickem Belag. LECKER!!!
Nachdem dem Essen ging's weiter mit dem Erkunden der Stadt. Den Abend haben wir dann in einer Jazz/Blues Bar ausklingen lassen. Es war sogar gute Live-Musik angesagt.
Am nächsten Tag hieß es, das Hostelzimmer räumen und das Gepäck zum Auto bringen. Als wir am Auto ankamen, wussten wir, warum wir so leicht einen Parkplatz gefunden haben. Wir hatten bei der Ankunft vor einem Feuerhydranten geparkt ... mit $100 waren wir dabei. Aber egal, davon haben wir uns nicht die Stimmung vermiesen lassen und sind dann mit den Auto nach Downtown gefahren, um den letzten Tag in Chicago zu genießen. Nach einem leckeren Frühstück: Sandwich belegt mit Rührei und Speck, sind wir die Magnificent Mile entlang gelaufen und haben die Geschäfte und Architektur entlang der Strecke bewundert. Zum Abschluss sind wir dann noch zum Navy Pier gelaufen. Bei gutem Wetter eine Touri-Attraktion, bei Regenwetter angenehm leer und man hat trotzdem einen guten Blick auf die Skyline. Bevor wir abfuhren, sind wir noch lecker mexikanisch Essen gewesen. Dann hieß es neuneinhalb Stunden zurückfahren. Wie soll es bei unserm Glück auch anders sein. Auf der Rückfahrt noch in den USA: auf einmal Blaulicht und Martinshorn hinter uns. Wir mussten rechts ranfahren und bekamen erstmal ein Speeding-Ticket für 75 Mile in einer 55 Mile Zone :( ... unser Fahrer muss noch den Preis raus finden. Um 2:00AM kurz vor der kanadischen Grenze hab ich dann den Lenker wieder übernommen und bin den Rest bis Toronto gefahren. Um 6:00AM war dann ein wunderschöner Ausflug in eine schöne Stadt leider schon zu Ende!
Ich kann jedem nur empfehlen bei einen Trip durch die USA und / oder Kanada einen Zwischenstopp in Chicago zu machen. Es ist einfach eine wunderschöne Stadt. Und doppelt so schön ist es mit den richtigen Leuten ... was bei diesem Trip auf jedem Fall der Fall war!!!!
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